Charming Heinz muß mal wieder dringend in eine Beratungseinheit mit Grabowski in Sachen Liebeskummer.
Grabowski: Wunderschönen Abend hatten wir. Ganz romantisch erst gegessen draußen, dann hat sie mich noch auf einen Bananen-Rotwein bei ihr Zuhause eingeladen und später sind wir im Bett gelandet. War alles ganz locker und schön und lustvoll und so, weißt Du. Und wir knutschen also so rum und ein bißchen mehr und plötzlich sagt sie zu mir »Leck mich!«. Ist das zu fassen!?
Charming Heinz: Was für eine Unverschämtheit!
Grabowski: Ja, und so völlig aus heiterem Himmel. Ich meine, ich sag doch auch nicht zu Frauen »Leck mich!«, also schon manchmal … aber doch nicht im Bett! Und schon gar nicht zu einer Frau, auf die ich gerade Lust habe.
Charming Heinz: Und was hast Du gemacht?
Grabowski: Bin natürlich sofort gegangen. Lasse ich mir doch nicht bieten so was.
Charming Heinz: Richtig so! Wenn das schon so anfängt …
Grabowski: Weiber ey …
Charming Heinz: Aber echt ey …
(vorab aus Band 10, der im Herbst ‘10 erscheint und intern bisher unter dem Arbeitstitel »Der 10. Band« firmiert.)
Nach den Arabischen Emiraten, Fiat, Magna und dem Mutterkonzern General Motors zeigt sich jetzt auch der Lektüre für Nichtleser-Konzern an einer Übernahme des angeschlagenen Automobil-Herstellers Opel interessiert. Die PKW-Herstellung gehört zwar nicht zu den Kernkompetenzen des Humorzulieferers Lektüre für Nichtleser, aber, wie Unternehmensgruppen-Vorstand Grabowski verlautbaren ließ, könnten sich hier interessante Synergie-Effekte auftun. Und ob man nun Humor oder Autos produziert, letztlich zählt doch die industrielle Kompetenz.
Grabowski, der alte Kiezhänger aus Berlin-Schöneberg, ging eines Tages mal wieder in eine Kneipe eben da. Zufällig hatte dort gerade Charming Heinz, der alte 5-Minuten-Kellner, eine seiner berüchtigten Kurz-Schichten:
Grabowski: Jetzt brauche ich erst mal ein Bier.
Charming Heinz: Tut mir leid, wir sind ein Nichtbraucher-Lokal.
Das ist ja lästig, dachte sich Grabowski. Aber andererseits sah er darin gar kein Problem. Ihm fiel nämlich gerade ein, daß er ja heute seine erste Stunde bei einem Therapeuten hatte. Da ging er gleich mal hin.
Und wenig später war er auch schon da.
Therapeut: Brauchen Sie viel?
Grabowski: Schon so 20 bis 30 Mal am Tag.
Therapeut: Und was genau brauchen Sie so?
Grabowski: Essen, Kaffee, Medien, Kaffee, Getränke, Essen, Bier, Kaffee, Sex, Kaffee, Zigaretten, Fußball, Kaffee …
Therapeut: So so. Sie sind offensichtlich ein starker Braucher.
Grabowski: Scheint so. Kann man da was tun?
Therapeut: Hm. Lassen Sie uns erst mal eine rauchen.
Grabowski: Gern. Nehmen Sie ruhig eine von meinen. Brauchen Sie Feuer?
Therapeut: Nein danke, ich bin Nichtbraucher.
Grabowski: Beneidenswert.
Aus Grabowskis Tagebuch: Gestern war ich um 8 Uhr morgens im Supermarkt. Unter anderem wollte ich Käse kaufen und gehe also zur Käsetheke. Ich frage die Verkäuferin nach Roquefort. Sie antwortet, »sie hätte keinen Rock vor«, und weist dabei dümmlich grinsend auf ihre Hüftgegend. Eine zweite Verkäuferin nebenan an der Fleischtheke bricht in hysterisches Gelächter aus. Daraufhin habe ich meine Dienstwaffe gezückt und die beiden ohne großes Brimborium erschossen.